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ToggleDie Geschichte des Merkur

Es handelt sich um eine Skulptur des fliegenden Merkur. Merkur war der Sohn des Jupiter, des obersten Gottes der antiken römischen Mythologie, und entsprach dem Hermes der antiken griechischen Mythologie. Merkur war für die Übermittlung von Nachrichten an die Götter zuständig. Sein Erscheinungsbild ist typischerweise geprägt von einer geflügelten Kopfbedeckung, geflügelten Sandalen an den Füßen, einem Zauberstab in der Hand und einer flugähnlichen Fortbewegung.
Merkur galt als scharfsinnig und gerissen. Einmal stahl er 50 Rinder des Sonnengottes Apollo. Als Apollo Anspruch auf Entschädigung erhob, versprach Merkur, die Rinder zurückzugeben; doch während Apollo die Herde führte, spielte Merkur auf der von ihm erfundenen Lyra wunderschöne Musik. Apollo war derart berauscht, dass er sich bereit erklärte, die Rinder gegen Merkurs Lyra einzutauschen, und ihm zudem seinen Zauberstab übergab. So wurde Merkur zum Schutzpatron von Dieben, Lügnern und Kaufleuten, weil er Apollos Rinder gestohlen und diesen anschließend mit List zum Tausch verleitet hatte.
Eine weitere Sichtweise besagt, dass Merkur der sonnennächste und kleinste Planet des Sonnensystems ist. Da er der Sonne am nächsten steht und daher am stärksten von ihr angezogen wird, bewegt er sich schneller als alle anderen Planeten. Die alten Griechen benannten diesen Planeten nach Hermes, dem schnellsten Gott der griechischen Mythologie, während die alten Römer ihn nach Merkur, dem entsprechenden Gott der römischen Mythologie, benannten. Die Briten übernahmen die römische Namensgebung, weshalb das großgeschriebene „Mercury“ sowohl den Planeten als auch den römisch-mythologischen Gott bezeichnet.

Skulptur des fliegenden Merkur von Giovanni Da Bologna

Giovanni Da Bologna ist der berühmteste Stilist-Künstler Ende des 16. Jahrhunderts. Sein künstlerischer Stil verkörpert den Übergang von der Michelangelo-Skulptur zur barocken Skulptur. Seine Werke brachen mit der bisherigen Norm, nach der Skulpturen stets an ein Gebäude gebunden waren. Er wurde damit der erste Bildhauer seit dem Ende der hellenistischen Epoche, der eine mehrseitige, perspektivische Wahrnehmung seiner Skulpturen ermöglichte.
Diese Skulptur des fliegenden Merkur zählt zu seinen klassischsten Kunstwerken. Es handelt sich um eine Kunstskulptur, die unsere Kunstgießerei Arturban für Kunden kopiert hat, die griechisch-klassische mythologische Kunst schätzen. Die hochgradig restaurierten Details der Skulptur vermitteln uns den klassisch-mythologischen Charakter. Der klassische schwarze metallische Glanz verleiht uns das klassisch-künstlerische Flair der griechischen Mythologie.
Diese Statue ist ein verbreitetes Abbild des Merkur. Er trägt einen geflügelten Hut und fliegende Schuhe, hält einen Stab mit zwei sich windenden Schlangen und hebt den einen Fuß an, während er mit dem anderen Fuß auf einem runden Kopf steht. So entsteht der Eindruck, dass er wie fliegend dahinschreitet. Als Symbol für den Götterboten stellt dieser Stab zudem den Heroldsstab dar. Zwei Schlangen winden sich um ihn herum, wobei ihre Köpfe einander gegenüberstehen. An manchen Stäben befinden sich oben ein Paar Engelsschwingen. Es wird berichtet, dass Merkur einst seinen Stab zwischen zwei kämpfende Schlangen warf – daraufhin versöhnten sich die beiden Schlangen augenblicklich. Daher gilt der zweischlangige Stab als Symbol für Kommunikation und Versöhnung.
Im Westen glaubt man, dass der zweischlangige Stab Geschäftsverhandlungen reibungsloser gestalten und Konflikte zwischen den Verhandlungsparteien mildern kann. Deshalb ist Merkur der Schutzpatron vieler Menschen. Wir begegnen ihm häufig im Alltag – er soll den Menschen Glück bringen.